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Behelfsstellwerk

Märklin hat mit seinem Behelfsstellwerk “Wuppertal” ein reizvolles Thema der Nachkriegszeit aufgegriffen. Einerseits waren viele Bahnbauten, so auch Stellwerke, im Krieg zerstört worden. Andererseits hatte die Bahn alte Personenwagen über. So wurden diese oft als Ersatz für Bahnbauten benutzt.

Mit Unterkonstruktionen verschiedener Art wurden so auch Behelfs - Stellwerke errichtet.

Märklin verwendet eine Unterkonstruktion, die ein Stahlgerüst imitiert. Als Material findet Messing Verwendung. Dieser Unterbau ist fein detailliert. Als Wagen hat man einfach einem Modell die Achsen genommen und anders beschriftet. In dieser Form war die Einmalserie den Preis von 69,95 € nicht wert. Deshalb sind viele bei den Händlern liegen geblieben und werden zum halben Preis angeboten. So wird es auch wirtschaftlich interessant, solch ein Modell den Erfordernissen anzupassen.

Meine Zielvorgaben: - Eine adäquate Inneneinrichtung, - Darstellung der Seile. Leider hat Märklin zur einen Treppe hin auch die Übergangsbrücke hoch geklappt und die Scherengitter geschlossen. Da diese Teile angespritzt sind, kann man das nicht so ohne weiters ändern.

Also hilft hier nur die kleine Kreissäge auf der Minibohrmaschine. Eine Kante von ca. 1mm habe ich an den Wäden belassen, um eine Plastikplatte von 0,5mm Stärke einkleben zu können. In diese Platte habe ich auch die Ausparungen für die Rastnasen des Wagenrahmens übernommen.

Den Blechschornstein auf der Rückseite erkennt man auf diesem Foto nicht.

Solch einen großen Außenscheinwerfer hatten früher viele Stellwerke, wen sie auf einem schlecht beleuchteten Areal standen. Vor dem Einbau auf der Anlage darf das Modell auch ruhig noch etwas patiniert werden.

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Nimmt man das geclipste Dach ab, sieht man, daß der Boden mit der Inneneinrichtung und die Wände ein Gußstück bilden.

Aus einer Pappplatte von Faller habe ich die Imitation des Bretterbodens gefertigt. Jetzt fallen die Rastnasen des Rahmens noch häßlich auf. Aber mit der Möblierung kann man daß kaschieren.

Mit Resten aus der Bastelkiste habe ich einen Ofen (mit Rauchabzug durch durch das zugeschweißte Fenster auf der Rückseite), einen Schrank, einen Schreibtisch und eine Hebelbank gebaut.

Der Kopf einer alten Straßenlaterne von Völlkner ergab eine stilechte Deckenlampe. Die Kabel habe ich durch den Boden und hinter einer der Ständerstreben nach unten geführt.

Für die Seilzüge habe ich Draht von 0,5mm verwendet. Die Verarbeitung ist einfacher, als bei Bindfäden. Auf der Anlage steht das Stellwerk so weit entfernt, daß man den glatten Draht nicht mehr als solchen erkennt.