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Unter der Regie von Märklin hat Trix die BR 92 und die BR 73 überarbeitet und mit Riemenantrieb ausgestattet.
Ein Hobbykollege setzt sich vehement für den Riemenantrieb ein. Er schrieb im IG- Forum einmal, man könne auch dieses Modell sicher gut umrüsten auf Trix Express. Vorweg: Er hat es selbst scheinbar nicht gemacht.
Da ich hauptsächlich Epoche III und IV fahre und ich die BR 92 preiswert in unbenutztem Zustand bekommen konnte, habe ich mich einmal an die Umrüstung gemacht.
Änderungen gegenüber der alten Version:
Neben dem Riemenantrieb vom Motor auf die Getriebeeingangswelle, wird jetzt nur noch die hinterste Achse direkt angetrieben. Die übrigen Achsen werden vom sehr filigranen Gestänge mit genommen. Wie haltbar das besonders bei den Plastikstiften der Treibachse ist, mag dahingestellt bleiben. Die vorderen drei Achsen sind gefedert höhenverschiebbar. Dadurch hat sich die Stromabnahme sehr verbessert. Äußerlich findet man auch noch einige optische Verbesserungen, besonders am Rahmen.
Der Motor stammt von Minitrix. Dadurch gibt es einen freien Durchblick durch das Führerhaus.
So sieht das jetzt innen aus:
Der kleine Motor mit Schwungmasse. Im Betrieb zeigt sich, daß der Motor nach wenigen Minuten extrem heiß wird. Nach einer 1/4 Stunde vor fünf Plastik- Wagen und Stufe 7 auf dem alten Trix- Trafo fängt er an zu stinken.
Vor dem Motor liegt die NEM- Schnittstelle
Unter dem Motor liegt die Getriebewelle mit Schneckenantrieb auf die hinterste Achse. Dieser Getriebeteil ist sehr laut.
Wie bei jeder Schneckenwelle gibt es ein Bewegungsmoment in axialer Richtung. Nach vorn drückt die Welle mit ihrer Spitze dann gegen eine Plastikplatte. Mal sehen, wann die sich dort hinein gebohrt hat.
In der anderen Richtung drückt die Riemenscheibe mit ganzer Fläche gegen einen dicken Plastikblock. Sie wird sich dort zwar nicht hinein bohren, aber die große Reibung bremst enorm. So hat die Lok bei Vorwärtsfahrt viel weniger Kraft, als rückwärts.
Ohne Motor sieht man gut die untere Riemenscheibe auf der Getriebewelle und den Plastikblock, gegen den sie bei Vorwärtsfahrt läuft.
In den Nuten der Achsen sieht man die Löcher für die Spiralfedern der Achsfederung.
Der Umbau gestaltet sich extrem schwierig, entgegen der Vermutung des Hobbykollegen: Der Rahmen ist dort, wo die Radinnenschleifer untergebracht sind, nur mit 0,8 mm Wandstärke ausgeführt. Gerade dort muß man aber für die dickeren Spurkränze der äußeren Achsen fräsen. Der Rahmen hat eine Breite von 12,5 mm. Ich habe es gewagt, ihn auf 11,5 mm herunter zu fräsen. An den genannten Stellen gibt es so nur noch eine Wandstärke von 0,3 mm!! Bei einer Rahmenbreite von 11,5 mm kann man das Spurmaß nur auf minimal 12,4 mm einstellen. Nimmt man noch weniger, klemmt es in den Kurven. Bei 12,4 mm rumpelt es aber schon deutlich in den Weichen.
Hier sieht man den Bereich, der gefräst werden muß. Deutlich wird die Stelle, an der die Rahmenwand extrem dünn wird.
Danach habe ich die Stelle geglättet und rot gefärbt
Ein Mittelschleifer für Trix Express läßt sich sehr gut unterbringen. Das ist Routine. Anden Haltern der Bremsbacken muß man noch etwas Material weg nehmen für die größeren Spurkränze.
Auf das linke Hinterrad habe ich einen Haftreifen gesetzt. Das verbesert die Zugkraft und entlastet die Mitnahme der vorderen Achsen
Man erkennt auch die extrem dünnen Spurstangen, welche die vorderen drei Achsen antreiben.
Fazit:
Der Umbau ist sehr riskant. Die Fahreigenschaften sind eher blaß. Vorwärts ist die Lok schwach. Der Lauf ist recht rauh und laut, wenn auch ruhiger, als bei der alten Version. Die Stromabnahme ist sehr viel besser. Das normgerechte Spurmaß von 11,6 - 11,9 mm läßt sich nicht realisieren.
Der Motor ist zu schwach. Mit dem Haftreifen rutscht der Riemen bei festgehaltener Lok durch. So taugt die Lok nur für kleine Rangierarbeiten. Diesen Umbau würde ich nicht noch einmal durchführen. Deshalb sind Anfragen in dieser Richtung zwecklos.
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