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Märklin Drehscheibe

März 2005:

Inzwischen hat meine Fleischmann- Drehscheibe sich verabschiedet (Umbau von 1986). Es mußte also Ersatz her. Als gebrauchte Modell ist diese Scheibe inzwischen recht teuer und der Umbauaufwand ist nicht zu unterschätzen. Deshalb habe ich dieses mal bei ebay eine alte Blechdrehscheibe von Märklin erstanden. Ein kurzer Überblick:

Nachteile:

- Die Optik ist erheblich schlechter. Man kann die Anschlüsse nicht verändern

- Da die Scheibe für das alte Schotterbettgleis von Märklin gebaut ist, müssen die Anschlußgleise angehoben, oder die Scheibe eingesenkt werden.

- Ohne großen Aufwand ist nur Betrieb mit einem Stromkreis möglich, da die Außenschienen elektrisch verbunden sind.

 

Vorteile:

- Die Mechanik ist sehr robust

- Es ist fast kein Umbau nötig. Ein Mittelleiter ist vorhanden. Die Schienen sind ausreichend hoch für die TE- Spurkränze. Die Neusilbergleise lassen sich so an die Anschlußstücke stecken

- Die Scheibe ist preiswert zu haben.

- Die Bühne schaltet die Stromversorgung der Anschlußgleise

So sieht der provisorische Einbau aus: Die Schuppengleise müssen noch angehoben werden

Gleisanschlüsse:

die Neusilberschienen müssen am Stoß etwas herunter gefeilt werden. An den Mittelleiter- Federn der TE- Gleise findet sich unten eine kleine Blechnase. Diese wird abgekniffen, damit der Mittelleiter (er ist hier der Pluspol) nicht das Gehäuse der Scheibe berührt und einen Kurzschluß verursacht.

Elektrik:

Meine Scheibe hatte den Original- Schalter nicht mehr. Man braucht einen kurzen Stromimpuls, um den Schaltmagneten zu bedienen und Dauerstrom, der die Bühne dreht. Die beiden roten Buchsen stellen die Dauerstromversorgung für den Bühnen- Motor dar. Diese habe ich mit den beiden Polen eines gelben Lichtsignalschalters verbunden. Ein Kontakt läßt die Bühne im Uhrzeigersinn drehen, der andere umgekehrt. Die braune Buchse dient zur Auslösung des Schaltmagneten. Diese habe ich mit einem Schalter für Entkupplungsgleise verbunden. Die Massebuchse wird mit dem weißen Pol des Trofos verbunden. Der schwarze Pol des Trafos wird auf die beiden Schalter gelegt. Der Mittelleiter der Bühne wird mit dem Fahrstrom verbunden.

Der Entkupplungsgleis- Schalter läßt also die Bühne zum nächsten Anschlußgleis laufen, wobei der Lichsignal- Schalter die Drehrichtung vorgibt. Es fällt also außer dem Feilen an den Schienenstößen der Anschlußgleise keine Anpassungsarbeit an.

Wollte man hier den TE- Zweizugbetrieb durchführen, müßten auf allen Gleisen der Drehscheibe die Schienen isoliert werden. Schon bei der Fleischmann- Scheibe hatte ich auf diesen verzichtet, da ich im BW doch nur eine Lok zur Zeit bewege und alle Gleise abschaltbar sind. So ist der Einbau der Drehscheibe in einer halben Stunde erledigt.

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