BuiltWithNOF
Neue E50 Trix

[Home]

In der letzten Woche habe ich die neue E50 von Trix bekommen.

Sie ist in der Epoche III ausgeführt, ideal für meine Anlage. Das Gehäuse ist weitgehend aus Metall gefertigt. Die Technik ähnelt sehr der V 290. Als Antrieb dient der neue Softdrive Motor.

Die Räder sind noch nicht umgerüstet, da ich die passenden Spurkränze noch nicht habe. Da es die Lok natürlich auch für Märklin 3-Leiter gibt, ist die Anbringung der Mittelschleifer kein Problem.

Die optische Erscheinung ist nicht ganz so perfekt, wie man es von Märklin kennt. Die Griffstangen an den Stirnseiten sitzen nicht fest und die Linien sind nicht ganz trennscharf. Was aus China kommt, ist also auch nicht immer das “gelbe vom Ei”. Aber insgesamt kann die Lok schon begeistern.

 

Zur Technik:

Etwas enttäuscht bin ich vom Motor. Zumindest für Analogfahrer kann er mit dem Antrieb der V290 nicht mithalten. Es fehlt die Schwungmasse. Da Märklin die Decoder nicht ordentlich dokumentiert, läßt sich die Lastregelung für den Analogbetrieb nicht ausschalten- mit fatalen Folgen. Nur mit Minimal- und Maximalgeschwindigkeit geht es im Analogbetrieb sauber. Dazwischen bockt die Lok recht übel. Also muß der Analogfahrer wohl den Decoder heraus nehmen. Der benötigte Brückenstecker ist aber nicht mitgeliefert.

Im Digitalbetrieb kann die Lok überzeugen. Die Fahreigenschaften sind prima. Per Funktionstasten kann man ein Signalhorn und das Geräusch der Lüfter schalten. Im DCC- Betrieb geht das schalten bei mir aber nur im Stand. Also hupen während der Fahrt geht nicht. Übel ist es, wenn man mit eingeschalteter Hupe los fährt. Sie geht erst wieder aus, wenn man wieder steht. Mit dem Lüftergeräusch verhält es sich genauso. - Schei....!

Pro Drehgestell ist ein Haftreifen angebracht. Da die mittlere Achse federnd gelagert ist, reichen eigentlich vier Achsen zur Stromaufnahme. Also werde ich bei meiner Lok den Rädern gegenüber dem vorhandenen Haftreifenrad Einstiche und Reifen verpassen. Dann laufen die Drehgestelle auch gerade. So wie es jetzt ist, erzeugen die Räder bei niedriger Geschwindigkeit am Schienenkopf einen Jaulton, als wenn man mit einem feuchten Finger über den Rand eines Weinglases fährt

Der Umbau der Drehgestelle mit den dickeren Spurkränzen ist nahezu identisch mit dem bei der V290 - also viel Arbeit, aber sauber machbar. Da die Spurkränze von Herrn Hess nicht genau passen, werde ich mir welche von Bernd Tauert machen lassen.

Wer digital fährt und ein optisch modernnes Modell der E50 möchte, ist mit dieser Lok also recht gut beraten. Der Unterschied zu unserer, nun etwa 50 Jahre alten, E50 mit zwei Motoren ist schon gewaltig, wobei der Analogfahrer mit Mabuchimotoren zumindest von den Fahreigenschaften her keine Abstriche machen muß.

Ergänzung 06.10.07:

Inzwischen habe ich mehr Erfahrung mit der Lok. Durch experimentieren mit den CVs kann man ganz hervorragende Fahreigenschaften im Digitalbetrieb erreichen. Da nur wenig dokumentiert ist, hilft hier nur trial and error. Man muß sich also Zeit nehmen.

Den Umbau auf Trix Express kann ich übernehmen für 80 € (incl. Material), wie bei der V290, da die Technik weitgehend identisch ist. Der größte Aufwand sind die umfangreichen Fräsarbeiten am Drehgestell. Da der Drehgestellrahmen 12,7 mm Breite aufweist, muß er im Bereich der äußeren Räder auf unter 11 mm herunter gefräst werden. Als Schleifer eignen sich die kurzen Skischleifer von Märklin. Die Spurkränze für die Räder beziehe ich bei Bernd Tauert, da die 16,4 -er von Herrn Hess nicht passen. Außerdem tausche ich die beiden Drehgestelle in der Lok untereinander aus. So hat der Expressler die Stromabnahme über die Räder auf der rechten Seite und nicht von links, wie ab Werk vorgesehen.

Bei Modellbahnen Walter Licht ist die Lok für 223 € zu haben (www.modellbahnen-licht.de). So kann der Digital- Expressler für etwa 300 € eine tolle Lok erwerben.